Ich hatte damals nur wenig gelesen –
war ein bequemer, fauler Leser.
Glotzte lieber ins Flimmern.
Tauchte in Spielwelten.
Verzockte Zeit.
Eskapismus.
Verdrängung.
Leben betäuben.
Nichts wirkte mehr.
Flackernd rissen Pixel hinab.
Schriften zogen gnädig nach oben.
Geschriebenes grub aus und legte frei.
Gefunden im Schwarz auf weißem Grund.
Blut, Schweiß und Tränen gedruckt.
Fremde Existenzen berühren.
Durch Visionen wandern.
Anderswo spüren.
Befreiung.
Schreiben.
Lücken füllen.
In Ritzen leuchten.
Bebend und Bibbernd hoffen.
Mauern brechen und Wege zeichnen.
Vererbte Fesseln und blaue Blumen enthüllen.